Erica L.

abietina L.

 

Sp. Pl. 1: 355. 1753

 

Dichtwüchsiger, immergrüner, reichblütiger, bis 150 cm hoher Strauch mit unverzweigtem Hauptstamm und stark verzweigten, dichtlaubigen Trieben.

Blätter sechsteilig-wirtelig, pfriemlich, spitz, bespitzt, nadelartig, 10 – 42 mm lang, am Rand eingerollt, kahl, grün, weich.

Blütenstände sind seitenständig, fast sitzend, 1 – 2blütig in durchgewachsener, endständiger, dichter Scheinähre.

Blüte röhrig, 18 – 26 mm lang, gebogen, schwach flaumhaarig, wachsartig, schwach klebrig.

Sepalen +/- eiförmig, bedrüst, schwach wimperhaarig. Petalen 4, verwachsen mit ausgebogenen Lappen. Antheren zweispaltig. Ovarium verkehrt eiförmig, ausgerandet, dicht kurzhaarig.

Blütenfarbe dunkel- oder leuchtendrot bis rosa.

Blütezeit ganzjährig.

Frucht ist eine aufspaltende Kapsel.

 

Fotos

 

Herkunft:

Südafrika (Tafelberg)

 

Lebensraum:

Fynbos-Gesellschaften, oft zwischen Felsen; 300 - 1065 m üNN.

 

Pflege:

Strauch für einen sonnigen, von November bis April kühlen, von Oktober bis März gut luftfeuchten, luftigen Standort im wärmeren Alpinenhaus.

Die Mindesttemperatur liegt bei ca. -6° C; die Tagesdurchschnitts-Temperatur sollte zwischen 9° (Januar/Februar) und 17° C (August) liegen.

Erica abietina bevorzugt ein gut durchlässiges, sandig-humoses, nährstoffarmes, saures Substrat; mögliche Zusammensetzung bei Topfkultur: Lavagrus, Sand, Torf, feine Borke (2:3:1:1).

Der Wasserbedarf der Art ist März/April und Oktober mäßig, von Mai bis September gering und von November bis Februar hoch. Hauptwachstumszeit ist von Oktober bis März. In dieser Zeit düngt man mit einem phosphatfreien, organischen Dünger in schwacher Konzentration.

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat September/Oktober bei 14 – 16° C, die Art ist Rauchkeimer, halbharte Stecklinge Januar/Februar mit Bodenwärme und häufigem nebeln oder Ableger November/Dezember.

Pflanz- und Umtopfzeit ist Juli/August. Von April bis September morgens nebeln. Nach der Blüte zurückschneiden.

Hitze, starker Frost, Staunässe und Trockenheit (Oktober bis April) können Schäden verursachen. Als Schädlinge können Wurzelfäule- und Welkepilze auftreten.

 

Schumann, D.; Kirsten, G. 1992. Ericas of South Africa. Fernwood Press, Vlaeberg Cape Town.

 

 

E. a. ssp. atrorosea E. G. H. Oliver & I. M. Oliver

 

Bothalia 32(1): 50 (2002)

 

Unterscheidet sich von ssp. abietina durch niedrigeren Wuchs (bis 100 cm), dunkelgrüne Blätter, breit lanzettliche, schwach flaumhaarige Sepalen und +/- kahle, rosapurpurne Blüten.

 

Fotos

 

Herkunft:

Südafrika (Kap-Halbinsel)

 

Lebensraum:

Sandstein-Fynbos; 0 - 700 m üNN.

 

Pflege:

Strauch für einen sonnigen, von Dezember bis März kühlen, von November bis März gut luftfeuchten, luftigen Standort im Kalthaus.

Die Mindesttemperatur liegt bei ca. -3° C; die Tagesdurchschnitts-Temperatur sollte zwischen 12° (Januar/Februar) und 20° C (August) liegen.

Erica abietina ssp. atrorosea bevorzugt ein gut durchlässiges, sandig-humoses, nährstoffarmes, saures Substrat; mögliche Zusammensetzung bei Topfkultur: Lavagrus, Sand, Torf, feine Borke (3:3:1:1).

Der Wasserbedarf der Unterart ist März/April und Oktober mäßig, von Mai bis September gering und von November bis Februar hoch. Hauptwachstumszeit ist von Oktober bis März. In dieser Zeit düngt man mit einem phosphatfreien, organischen Dünger in schwacher Konzentration.

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat September/Oktober bei 16 – 19° C, die Art ist Rauchkeimer, halbharte Stecklinge Januar/Februar mit Bodenwärme und häufigem nebeln oder Ableger November/Dezember.

Pflanz- und Umtopfzeit ist Juli/August. Von April bis Oktober morgens nebeln. Nach der Blüte zurückschneiden.

Starker Frost, Staunässe und Trockenheit (Oktober bis April) können Schäden verursachen. Als Schädlinge können Wurzelfäule- und Welkepilze auftreten.

 

E. a. ssp. aurantiaca E. G. H. Oliver & I. M. Oliver

 

Bothalia 32(1): 51 (2002)

 

Syn. zu Erica L. grandiflora L. fil.

 

E. a. ssp. constantiana E. G. H. Oliver & I. M. Oliver

 

Bothalia 32(1): 51 (2002)

 

Unterscheidet sich von ssp. abietina durch niedrigeren Wuchs (< 50 cm), lanzettlich-eiförmige Sepalen und glockige - verkehrt konische, 6 - 11 mm lange, kahle, rosafarbene Blüten.

 

Fotos

 

Herkunft:

Südafrika (Kap-Halbinsel)

 

Lebensraum:

Felsige Hänge mit Sandstein-Fynbos; 100 - 900 m üNN.

 

Pflege:

Strauch für einen sonnigen, von November bis April kühlen, von Oktober bis März gut luftfeuchten, luftigen Standort im kühleren Kalthaus.

Die Mindesttemperatur liegt bei ca. -5° C; die Tagesdurchschnitts-Temperatur sollte zwischen 10° (Januar) und 18° C (Juli/August) liegen.

Erica abietina ssp. constantiana bevorzugt ein gut durchlässiges, sandig-humoses, nährstoffarmes, saures Substrat; mögliche Zusammensetzung bei Topfkultur: Lavagrus, Sand, Torf, feine Borke (2:3:1:1).

Der Wasserbedarf der Art ist März/April und Oktober mäßig, von Mai bis September gering und von November bis Februar hoch. Hauptwachstumszeit ist von Oktober bis März. In dieser Zeit düngt man mit einem phosphatfreien, organischen Dünger in schwacher Konzentration.

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat September/Oktober bei 15 – 17° C, die Art ist Rauchkeimer, halbharte Stecklinge Januar/Februar mit Bodenwärme und häufigem nebeln oder Ableger November/Dezember.

Pflanz- und Umtopfzeit ist Juli/August. Von April bis September morgens nebeln. Nach der Blüte zurückschneiden.

Starker Frost, Staunässe und Trockenheit (Oktober bis April) können Schäden verursachen. Als Schädlinge können Wurzelfäule- und Welkepilze auftreten.

 

E. a. ssp. diabolis E. G. H. Oliver & I. M. Oliver

 

Bothalia 32(1): 51 (2002)

 

Unterscheidet sich von ssp. abietina durch kurz verkehrt konische, 11 - 14 mm lange, fast kahle, rosafarbene Blüten.

 

Fotos

 

Herkunft:

Südafrika (Tafelberg)

 

Lebensraum:

Felsige Bereiche in Sandstein-Fynbos; 600 - 1000 m üNN.

 

Pflege:

Strauch für einen sonnigen, von Oktober bis April kühlen, von Oktober bis März gut luftfeuchten, luftigen Standort im Alpinenhaus.

Die Mindesttemperatur liegt bei ca. -7° C; die Tagesdurchschnitts-Temperatur sollte zwischen 8° (Januar) und 16° C (Juli/August) liegen.

Erica abietina bevorzugt ein gut durchlässiges, sandig-humoses, nährstoffarmes, saures Substrat; mögliche Zusammensetzung bei Topfkultur: Lavagrus, Sand, Torf, feine Borke (2:3:1:1).

Der Wasserbedarf der Art ist März/April und Oktober mäßig, von Mai bis September gering und von November bis Februar hoch. Hauptwachstumszeit ist von Oktober bis März. In dieser Zeit düngt man mit einem phosphatfreien, organischen Dünger in schwacher Konzentration.

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat September/Oktober bei 13 – 15° C, die Art ist Rauchkeimer, halbharte Stecklinge Januar/Februar mit Bodenwärme und häufigem nebeln oder Ableger November/Dezember.

Pflanz- und Umtopfzeit ist Juli/August. Von April bis September morgens nebeln. Nach der Blüte zurückschneiden.

Hitze, starker Frost, Staunässe und Trockenheit (Oktober bis April) können Schäden verursachen. Als Schädlinge können Wurzelfäule- und Welkepilze auftreten.

 

E. a. ssp. perfoliosa E. G. H. Oliver & I. M. Oliver

 

Bothalia 32(1): 52 (2002)

 

Unterscheidet sich von ssp. abietina durch breit elliptische, lang zugespitzte Sepalen und dicht feinhaarige, leuchtendgelbe Blüten.

 

Fotos

 

Herkunft:

Südafrika (Jonkershoek Valley, Western Cape)

 

Lebensraum:

Feuchte Fynbos-Gesellschaften über Granit; 300 - 1000 m üNN.

 

Pflege:

Strauch für einen sonnigen bis halbschattigen, von November bis April kühlen, von Oktober bis März gut luftfeuchten, luftigen Standort im wärmeren Alpinenhaus.

Die Mindesttemperatur liegt bei ca. -6° C; die Tagesdurchschnitts-Temperatur sollte zwischen 9° (Januar/Februar) und 19° C (Juli/August) liegen.

Erica abietina ssp. perfoliosa bevorzugt ein gut durchlässiges, sandig- bis tonig-humoses, mäßig nährstoffarmes, saures Substrat; mögliche Zusammensetzung bei Topfkultur: Lavagrus, Sand, Torf, feine Borke (1:3:2:1).

Der Wasserbedarf der Art ist März/April und Oktober mäßig, von Mai bis September gering und von November bis Februar hoch. Hauptwachstumszeit ist von Oktober bis März. In dieser Zeit düngt man mit einem phosphatfreien, organischen Dünger in schwacher Konzentration.

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat September/Oktober bei 15 – 18° C, die Art ist Rauchkeimer, halbharte Stecklinge Januar/Februar mit Bodenwärme und häufigem nebeln oder Ableger November/Dezember.

Pflanz- und Umtopfzeit ist Juli/August. Von April bis September morgens nebeln. Nach der Blüte zurückschneiden.

Starker Frost, Staunässe und Trockenheit (Oktober bis April) können Schäden verursachen. Als Schädlinge können Wurzelfäule- und Welkepilze auftreten.

 

E. a. ssp. petraea E. G. H. Oliver & I. M. Oliver

 

Bothalia 32(1): 52 (2002)

 

Unterscheidet sich von ssp. abietina durch niedrigeren Wuchs (< 50 cm), schmal lanzettliche, unbedrüste Sepalen und dicht feinhaarige, leuchtendgelbe, manchmal grünlich - orange getönte Blüten.

 

Blüten

 

Herkunft:

Südafrika (Groot Winterhoek Mountains, Western Cape)

 

Lebensraum:

Felsspalten und -hänge im Fynbos; 900 - 1200 m üNN.

 

Pflege:

Strauch für einen sonnigen, von Oktober bis April kühlen, von November bis Februar März gut luftfeuchten, luftigen Standort im Alpinenhaus.

Die Mindesttemperatur liegt bei ca. -8° C; die Tagesdurchschnitts-Temperatur sollte zwischen 7° (Dezember bis Februar) und 18° C (Juli/August) liegen.

Erica abietina ssp. petraea bevorzugt ein gut durchlässiges, sandig-humoses, nährstoffarmes, saures Substrat; mögliche Zusammensetzung bei Topfkultur: Lavagrus, Sand, Torf (3:3:2).

Der Wasserbedarf der Art ist von März bis Oktober gering, von Mai bis September sogar sehr gering und von November bis Februar mäßig. Hauptwachstumszeit ist von November bis Februar. In dieser Zeit düngt man mit einem phosphatfreien, organischen Dünger in schwacher Konzentration.

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat Oktober/November bei 9 – 13° C, die Art ist Rauchkeimer, halbharte Stecklinge Dezember/Januar mit Bodenwärme und häufigem nebeln oder Ableger November/Dezember.

Pflanz- und Umtopfzeit ist Juli/August. Im Juli sollte vor Nässe geschützt werden; von März bis Juni und von August bis Oktober morgens nebeln. Nach der Blüte zurückschneiden.

Hitze, starker Frost, Nässe und Trockenheit (November bis Februar) können Schäden verursachen. Als Schädlinge können Wurzelfäule- und Welkepilze auftreten.