Stelis O. P. Swartz

abdita C. A. Luer

 

Monogr. Syst. Bot. Missouri Bot. Gard. 115: 48. 2009.

 

Epiphytische, immergrüne, bis 6 cm hohe Staude. Triebe gegliedert; Basalteil aufsteigend, rhizomartig, kriechend, kurz; Endteil aufrecht, zylindrisch, oben einlaubig, drei– bis vierscheidig, 15 – 25 mm lang. Wurzeln büschelig, faserartig, lang, dünn.

Blätter aufrecht, schmal elliptisch, spitz, unten keilförmig mit Scheinstiel, 20 – 25 x 3 – 4 mm groß, 2 mm dick, lederig. Scheiden röhrig.

Blütenstandstiel end-achselständig, aufrecht, ca. 1 cm lang. Spatha 2 mm lang. Blütenstand ist eine +/- dichte, vielblütige, 35 mm lange Traube. Brakteen abstehend, schief, spitz, 2 mm lang.

Blütenstiel 1 mm lang.

Blüte kugelig, klein.

Sepalen 3, unten zu ¼ verwachsen, rundlich, konkav, kahl, dreiaderig, fleischig; 1 oberes vorgebogen, ca. 2 x 1 – 2 mm groß; seitliche 2 ca. 1/3 verwachsen, +/- schief, 1 – 2 mm breit, Spreite eiförmig, ca. 2 mm lang, konkav. Petalen keilförmig, gestutzt, sehr klein, am Rand leicht verdickt, etwas konkav, einaderig, häutig. Lippe sitzend, +/- quadratisch, gestutzt, bespitzt, 1 mm lang, konkav, unten dicht flaumhaarig; Kallus 2. Säule sehr kurz; Anthere endständig; Narbe endständig, zweilappig. Ovarium sehr kurz.

Sepalen gelbgrün. Petalen und Lippe purpur

Wurde am Standort im Juli gesammelt (Nordhalbkugel Januar).

Frucht ist eine kleine, dreikantige Kapsel.

 

Zeichnung

 

Herkunft:

Ekuador (Cotopaxi)

 

Lebensraum:

Nebelwald; 3600 - 3700 m üNN.

 

Pflege:

Epiphytische Staude für einen absonnigen bis halbschattigen, stets kühlen, von Februar bis Dezember gut luftfeuchten, luftigen Standort im kalten Alpinenhaus.

Die Mindesttemperatur liegt bei ca. -11° C; die Tagesdurchschnitts-Temperatur sollte zwischen 4° (Mai bis August und Dezember bis März) und 5° C (April und September bis November) liegen. Am Standort herrscht Tageszeitenklima; eine tägliche Nachtabkühlung und Tagestemperaturen unter 22° C sind empfehlenswert.

Stelis abdita bevorzugt ein luftiges, durchlässiges, humoses, nährstoffarmes, leicht saures Substrat; mögliche Zusammensetzung bei Topfkultu: feine Rinde, Waldmoos (3:1), auch eine aufgebundene Kultur mit Moos ist möglich.

Der Wasserbedarf der Art ist von Juni bis November hoch, von Juli bis Oktober sogar sehr hoch, Dezember und Februar bis Mai mäßig und Januar gering. Hauptwachstumszeit ist von Juli bis November. In dieser Zeit düngt man mit einem flüssigen Volldünger in schwacher Konzentration.

Die Vermehrung erfolgt durch Teilung Februar/März.

Pflanz- und Umtopfzeit ist Februar/März. Im Januar sollte täglich morgens genebelt werden.

Starker Frost, Wärme, Staunässe und Trockenheit können Schäden verursachen.