Aa H. G. Reichenbach
argyrolepis H. G. Reichenbach
Horstige, laubwerfende, bis 60 cm hohe Staude. Rosette grundständig. Wurzeln gebüschelt, knollenartig, flaumhaarig, fleischig.
Blätter wechselständig, 3aderig.
Blütenstandstiel endständig, aufrecht, locker belaubt, bis 40 cm lang; Hochblätter viele, scheidenartig. Blütenstand ist eine endständige, aufrechte, dichte, zylindrische, vielblütige, kurze Ähre. Brakteen aufrecht, eiförmig, spitz, gekerbt – gezähnt, < 8 x 6 mm groß.
Blüten sitzend, klein, kahl.
Sepalen 3, eiförmig, gezähnt, kahl; 1 oberes ei-elliptisch – dreieckig-eiförmig, abgerundet - stumpf, bis 2 x ca. 2 mm groß, einaderig; 2 seitliche schief länglich-zungenförmig, abgerundet – stumpf, bis 3 x ca. 1 mm groß, 1aderig. Petalen 2, gezähnt, länglich-elliptisch - eiförmig, stumpf – spitz, vorne schwach gezähnt, bis 2 x 1 mm groß, 1aderig, häutig. Lippe oben stehend, kugelig, pantoffelartig, sehr stumpf, gefranst, 2 – 3 mm lang, am Rand eingebogen, leicht fleischig; Kallus 2 kugelige Schwielen. Säule kurz, 1 – 2 mm lang; Anthere sitzend; Narbe länglich-elliptisch – breit nierenförmig. Ovarium zylindrisch, bis 3 mm lang, kahl.
Blütenfarbe weiß.
Blütezeit Mai bis Januar (Nordhalbkugel), nach dem Laub.
Herkunft:
Bolivien, Ekuador, Kolumbien, Peru
Lebensraum:
Hochgebirgs-Regenwälder, Grasland; 2500 - 4500 m üNN.
Pflege:
Staude für einen sonnigen bis halbschattigen, ganzjährig kühlen, luftigen, ganzjährig gut luftfeuchten Standort im Alpinenhaus.
Die Mindesttemperatur liegt bei ca. - 8° C; die Tagesdurchschnitts-Temperatur sollte zwischen 7° (Dezember bis Februar) und 9° C (Mai bis September) liegen; die Temperaturen sollten im Tagesverlauf stark schwanken, am Standort herrscht Tageszeitenklima.
Aa argyrolepis bevorzugt ein gut durchlässiges, steinig- bis lehmig-humoses, mäßig nährstoffreiches, saures bis leicht kalkhaltiges Substrat; mögliche Zusammensetzung bei Topfkultur: Lavagrus, Sand, Torf (2:1:3).
Der Wasserbedarf der Art ist Januar/Februar mäßig und von März bis Dezember hoch, von Juni bis September sogar sehr hoch. Hauptwachstumszeit ist von Mai bis Oktober, in dieser Zeit düngt man mit einem flüssigen Volldünger in halber Konzentration.
Die Vermehrung erfolgt durch Teilung Februar/März.
Pflanz- und Umtopfzeit ist Februar/März, insgesamt sollte die Art aber wenig gestört werden.
Hitze (April bis Oktober), starker Frost, Staunässe und Trockenheit können Schänden verursachen. Als Schädlinge können Blattläuse, Thripse und Blattpilze auftreten.
Garay, L. A. 1978. Flora of Ecuador, Volume 9, Part 225 (1): Orchidaceae (Cypripedioideae, Orchidoideae and Neottioideae), S. 160.