Antimima N. E. Brown

addita (H. M. L. Bolus) H. E. K. O. Hartmann

 

Bothalia 28(1): 70. 1998

 

Horstige, lockere - kompakte, bis 25 cm hohe, immergrüne Stauden mit spreizenden, seitlich zusammengedrückten Trieben und Langtrieben.

Blätter kreuz-gegenständig, bespitzt, stielrund, seitlich konvex, unten abgerundet, glatt, bewachst, blaugrau, sukkulent.

Blütenstand ist eine endständige, armblütige Cyme. Brakteen 2. Brakteolen bleibend.

Blüten stark nach Fisch riechend.

Kelchblätter 5, verwachsen. Kelchlappen +/- gleichartig. Blütenblätter zweireihig, in Gruppen. Staubblätter viele, aufrecht, kegelbildend mit kahlen Filamenten. Staminodien blütenblattartig. Ovarium oben flach, Narben 5, lanzettlich-pfriemlich, zugespitzt, groß.

Blütenfarbe rosa oder hellgelb.

Wurde am Standort Mai und August (Südhalbkugel) blühen gefunden.

Frucht ist eine gestielte Kapsel mit Klappen mit oberen Klappenkanten, Deckhäuten und breiten, spreizenden Quellkielen.

 

Herkunft:

Südafrika

 

Lebensraum:

Sukkulenten-Buschland, an kiesigen Hängen; 0 - 1200 m üNN.

 

Pflege:

Sukkulente Staude für einen sonnigen, von Juni bis September warmen, Januar kühlen, luftigen Standort im Kalthaus.

Die Mindesttemperatur liegt bei ca. -2° C; die Tagesdurchschnitts-Temperatur sollte zwischen 13° (Januar) und 22° C (Juli bis September) liegen. Von Juni bis September ist eine trocken-heiße Phase nötig.

Antimima addita bevorzugt ein gut durchlässiges, lehmiges, schwach humoses, ziemlich nährstoffarmes, leicht saures bis leicht kalkhaltiges Substrat; mögliche Zusammensetzung bei Topfkultur: Lavagrus, Sand, torffreie Blumenerde (4:3:1).

Der Wasserbedarf der Art ist ganzjährig gering, von Januar bis November sogar sehr gering. Die Hauptwachstumszeit ist von November bis März. In dieser Zeit düngt man mit einem flüssigen Blühpflanzendünger in halber Konzentration.

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat September/Oktober bei 19 – 22° C.

Pflanz- und Umtopfzeit ist August/September. Ganzjährig wird morgens genebelt; von März bis Oktober ist vor Nässe zu schützen.

Luftfeuchte (Juli/August), Frost und Nässe können Schäden verursachen.